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Georg Heim

* 24. April 1865, ✝ 18. August 1938
Gründer der Bayerischen Volkspartei
1885 Studium der englischen und französischen Philologie in Würzburg und München, Mitglied der Zentrumspartei, seit 1889 Realschullehrer in Freising, 1892 in Wunsiedel, 1893 Dr. oec. publ. und Gründung von Darlehenskassen- und Raiffeisenvereinen, wie 1894 der Fichtelgebirgs-Verkaufsgenossenschaft und 1895 dem Oberpfälzischen christlichen Bauernverein, 1896 Lehrer in Ansbach, 1897-1911 Mitglied des Bayerischen Landtags (Z), 1897-1912, 1920-1924 Mitglied des Reichstags, 1898 Stadtrat in Ansbach, 1898 Mitbegründer des Bayerischen Bauernverbandes in Ingolstadt, 1907 Pensionierung als Lehrer und Übersiedlung nach Regensburg, 1910 Präsident des Bayerischen Christlichen Bauernvereins, 1910-1913 Leiter des Bauernverbands und Einrichtung landwirtschaftlicher Lehranstalten, 1918 zusammen mit Sebastian Schlittenbauer Gründer der Bayerischen Volkspartei, 1919 Mitglied des Bayerischen Landtags (BVP) und bis 1920 Mitglied der Deutschen Verfassunggebenden Nationalversammlung, 1920-1925 Präsident der Landesbauernkammer, 1924 Gründung des Bayerischen Heimat- und Königsbundes, 1927 Niederlegung seiner Parteiämter nach langer Krankheit, 1932 Parteiaustritt, 1933 Niederlegung aller übrigen Ämter.
Analyse
Pacelli leitete eine Denkschrift eines anonymen BVP-Politikers über die bolschewistische Agitation in Österreich an den Heiligen Stuhl weiter (vgl. den Nuntiaturbericht ( Dokument Nr. 330) mit der beigefügten Denkschrift ( Dokument Nr. 558) und der antwortenden Weisung ( Dokument Nr. 1561)). Mit großer Wahrscheinlichkeit handelte es sich bei dem Autor um den als Separatisten bekannten Heim, denn dieser setzte sich energisch für die in der Denkschrift favorisierte staatliche Union zwischen Österreich und Bayern unter Ausschluss Preußens ein.
Literatur
FRANKE, Jutta, Heim, Georg, in: BOSL, Karl (Hg.), Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten, Regensburg 1983, S. 319 f., in: rzblx2.uni-regensburg.de (Letzter Zugriff am: 27.04.2011).
HEIM, Georg, in: Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik online, in: www.bundesarchiv.de (Letzter Zugriff am: 11.05.2011).
HEIM, Georg, in: Deutsche Biographische Enzyklopädie 4 (1996), S. 500, in: www.degruyter.com (Letzter Zugriff am: 28.11.2012).
HEIM, Georg, in: Datenbank der deutschen Parlamentsabgeordneten, in: www.reichstag-abgeordnetendatenbank.de (Letzter Zugriff am: 28.07.2010).
RENNER, Hermann, Georg Heim als Agrarpolitiker bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, München 1957.
RENNER, Hermann, Georg Heim, der Bauerndoktor. Lebensbild eines "ungekrönten Königs", München 1961.
RENNER, Hermann, Heim, Georg, in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 267 f., in: www.deutsche-biographie.de (Letzter Zugriff am: 11.04.2011).
VIAF: 40173059
Empfohlene Zitierweise
Georg Heim, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Biographie Nr. 8047, URL: www.pacelli-edition.de/gnd/118709623. Letzter Zugriff am: 23.08.2019.
Online seit 17.06.2011, letzte Änderung am 31.07.2013
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