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Sturz der deutschen Monarchien im November 1918

Die Monarchien der deutschen Bundesstaaten gingen im November 1918 ohne große Gegenwehr unter. Von den 22 Monarchen dankten zwischen dem 8. und 20. November 1918 insgesamt 17 ab. Dabei legten König Wilhelm II. von Württemberg und Herzog Bernhard III. von Sachsen-Meiningen ebenso wie der Kaiser und preußische König Wilhelm II. das Amt nur für ihre Person nieder, wobei Kronprinz Wilhelm und der sächsische Thronfolger Prinz Ernst allerdings von sich aus entsagten. Die restlichen 14 Monarchen verzichteten auch für ihre ganze Familie auf den jeweiligen Thron.
Die anderen Monarchen verließen wie in Bayern ihre Throne ohne formal abzudanken. Herzog Albrecht von Württemberg musste sich den Tatsachen auch ohne formalen Thronverzicht beugen.
Der endgültige Verzicht einer Dynastie auf ihre Herrschaftsansprüche lag außerhalb der staatsrechtlichen Vorstellungen der Zeit. Mehrheitlich wurde der Rückzug der Monarchen in Kooperation mit den neuen Machthabern vollzogen. Der Übergang der Macht sollte sich möglichst ohne blutige Auseinandersetzungen vollziehen. Viele Monarchen entbanden ihre Untertanen von dem auf sie geleisteten Treueid und forderten die Beamten und Soldaten dazu auf, ihren Dienst auch unter der neuen Regierung fortzusetzen.
Literatur
MACHTAN, Lothar, Die Abdankung. Wie Deutschlands gekrönte Häupter aus der Geschichte fielen, Berlin 2008.
NEUHAUS, Helmut, Das Ende der Monarchien in Deutschland 1918, in: Historisches Jahrbuch 111 (1991), S. 102-136.
Empfohlene Zitierweise
Sturz der deutschen Monarchien im November 1918, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 19048, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/19048. Letzter Zugriff am: 23.08.2019.
Online seit 02.03.2011, letzte Änderung am 25.02.2013
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