St.-Paulus-Hospiz in Jerusalem

Aufgrund der hohen Anzahl deutscher Katholiken, die ins Heilige Land pilgerten, wurde 1904 der Grundstein für ein neues Hospiz in Jerusalem gelegt. 1908 wurde das St.-Paulus-Hospiz gegenüber dem Damaskustor durch den "Deutsche Verein vom Heiligen Land" eingeweiht. Neben dem Pilgerhospiz waren in dem Gebäude ein Lehrerseminar und eine Knabenschule untergebracht. Kaiser Wilhelm II. stiftete die Einrichtung eines Kaisersaals.
Ab Januar 1916 wurde das St.-Paulus-Hospiz von deutschen Militärbehörden genutzt. Infolge der Besetzung Palästinas durch britische Truppen Ende 1917 wurde das Haus beschlagnahmt und bis 1948 als Regierungsgebäude benutzt. Das Lehrerseminar und die Knabenschule wurden geschlossen.
Literatur
MOCK, Stephan / SCHÄBITZ, Michael (Hg.), Das Heilige Land als Auftrag 1855-2005. 150 Jahre Deutscher Verein vom Heiligen Lande, Köln 2005, S. 23-32, 46-51.
Paulus Haus, Deutscher Verein vom Heiligen Lande, in: www.heilig-land-verein.de (Letzter Zugriff am: 15.11.2010).
Empfohlene Zitierweise
St.-Paulus-Hospiz in Jerusalem, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 19049, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/19049. Letzter Zugriff am: 25.09.2022.
Online seit 24.03.2010, letzte Änderung am 25.02.2013.
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