Stojan Petrov Danev

* 07. Februar 1858, ✝ 29. Juli 1949
Präsident des bulgarischen Roten Kreuzes
1878 Studium der Rechtswissenschaften in Zürich, Leipzig und Erlangen, 1881 dr. iur., Tätigkeit in Paris und London, 1883 Rückkehr nach Bulgarien, 1884 Eintritt in die Liberale Partei und publizistische Tätigkeit, 1894 Mitglied im bulgarischen Parlament und Professor für Völkerrecht und Internationales Privatrecht in Sofia, 1899 Vorsitzender der "Progressivliberalen Partei", 1901-1903 bulgarischer Ministerpräsident und Außenminister, 1911 Präsident der Nationalversammlung, 1911-1913 Finanzminister, 1912 bulgarischer Gesandter bei den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Balkankrieg, 1913 bis zum Ausbruch des Zweiten Balkankrieges erneut Ministerpräsident, entschiedener Gegner des Bündnisses mit den Mittelmächten und dem Eintritt in den Ersten Weltkrieg, 1916-1934 Professor an der Universität Sofia, 1918-1920 Finanzminister und Vorsitzender der Progressivliberalen, kurzfristig auch Kriegs- und Außenminister, 1922 politischer Gefangener, 1924 Eintritt in die Partei "Demokratische Eintracht" und Rückkehr in die Nationalversammlung, Leiter des bulgarischen Roten Kreuzes, 1929 Leiter der bulgarischen Delegation bei den Verhandlungen mit der Disconto-Gesellschaft in Berlin.
Literatur
HOPPE, Hans-Joachim, Danev, Stojan Petrov, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas 1, München 1974, S. 367-369, in: www.biolex.ios-regensburg.de (Letzter Zugriff am: 28.08.2017).
MAESCH, Petja, Kodifikation und Anpassung des bulgarischen IPR an das Europäische Recht (Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht 252), Tübingen 2010, S. 21 f.
VIAF: 54952586
Empfohlene Zitierweise
Stojan Petrov Danev, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Biographie Nr. 4600, URL: www.pacelli-edition.de/gnd/119188082. Letzter Zugriff am: 01.03.2024.
Online seit 23.02.2017, letzte Änderung am 29.01.2018.
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