Bulletin de littérature ecclésiastique

Der "Bulletin de littérature ecclésiastique" ging 1899 aus dem 1880 gegründeten "Bulletin théologique, scientifique et littéraire de l'Institut catholique de Toulouse" hervor, einem Periodikum ohne wissenschaftliche Ambitionen, das sich an dem "Institut catholique de Toulouse" nahestehende Personen, ältere Studenten und Wohltäter richtete. Die Gründung des neuen "Bulletin" ging auf die Initiative des neuen Rektors des Instituts und ehemaligen Redaktionssekretärs der "Revue biblique", Pierre Batiffol, zurück, der ein Institutsorgan schaffen wollte, das direkt in die intellektuellen Auseinandersetzungen der Zeit intervenieren sollte. Batiffol selbst war ein Verfechter der historisch-kritischen Methode und verlor 1907 aufgrund der Enzyklika "Pascendi dominici gregis" sein Lehramt. Der "Bulletin" sollte auf die Modernismuskrise reagieren, dabei aber einen dritten Weg christlicher Wissenschaft zwischen starrem Konservativismus und agnostischer Kritik aufzeigen. Er war nicht auf eine besondere theologische Teildisziplin beschränkt und enthielt sowohl Artikel als auch Rezensionen. Er sollte schnell auf Diskussionen reagieren können, weshalb er quasi monatlich erschien.
Der "Bulletin" erscheint noch heute.
Quellen
Bulletin de littérature ecclésiastique, in: gallica.bnf.fr (Letzter Zugriff am: 07.10.2014).
Literatur
BAUTZ, Friedrich Wilhelm, Batiffol, Pierre, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 1 (1990), S. 412 f., in: www.bbkl.de (Letzter Zugriff am: 07.10.2014).
DONNEAUD, Henry, Le Bulletin de littérature ecclésiastique: un siècle d'études théologiques et critiques au cœur de l'Église de France, in: Bulletin de littérature ecclésiastique 100 (1999), S. 197-241.
Empfohlene Zitierweise
Bulletin de littérature ecclésiastique, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Schlagwort Nr. 5094, URL: www.pacelli-edition.de/Schlagwort/5094. Letzter Zugriff am: 27.01.2023.
Online seit 04.06.2012, letzte Änderung am 17.12.2014.
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