Ercole Consalvi

* 08. Juni 1757, ✝ 24. Januar 1824
Staatssekretär, Kardinaldiakon
1783 Päpstlicher Geheimkämmerer, 1784 Päpstlicher Hausprälat, 1786 vortragender Rat bei der Regierung, 1789 Votante della Segnatura, 1792 Auditor an der Rota, 1797 Assessore delli armi, 1798 Gefangenschaft bei der Einnahme Roms durch die Franzosen und Ausweisung nach Florenz und Venedig, 1799 Sekretär des Konklave, 1800 Staatssekretär Pius’ VII. und Kardinaldiakon, 1801 Aushandlung des Konkordats mit Frankreich, 1806 Niederlegung seines Amtes wegen Konflikten mit Napoleon Bonaparte, 1810 Aberkennung der Kardinalswürde ("cardinal noir") durch Napoleon Bonaparte, 1814 Rückkehr Pius’ VII. nach Rom und Wiedereinsetzung als Staatssekretär, konnte 1814-1815 als persönlicher Gesandter Pius’ VII. auf dem Wiener Kongress die Wiederherstellung des Kirchenstaats erreichen, dessen Reorganisation er genauso wie die Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse in verschiedenen Ländern durch Abschluss von Konkordaten vorantrieb, 1823 Niederlegung seiner Ämter nach dem Tos Pius’ VII.
Literatur
BAUTZ, Friedrich Wilhelm, Consalvi, Ercole, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon 1 (1990), Sp. 1117-1119, in: www.bbkl.de (Letzter Zugriff am: 27.05.2014).
VIAF: 19702643
Empfohlene Zitierweise
Ercole Consalvi, in: 'Kritische Online-Edition der Nuntiaturberichte Eugenio Pacellis (1917-1929)', Biographie Nr. 3010, URL: www.pacelli-edition.de/gnd/118521926. Letzter Zugriff am: 26.04.2024.
Online seit 24.03.2010, letzte Änderung am 13.06.2014.
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